Organisation2017-07-07T10:35:52+02:00

ORGANISATION

 

Im Sommer 2017 wurde das erste Arbeitspaket des Projektes SELMA abgeschlossen.

Neben der Zielgruppen- und Branchenprofilanalyse sowie der erwerbsbiografischen Interviews mit der Zielgruppe wurden ca. 15 themenzentrierte, leitfadengestützte Interviews mit Schlüsselpersonen in NRW geführt – darunter Vertreter der drei zu analysierenden Branchen IT-Wirtschaft, Bauhandwerk und Altenpflege, Akteure, die sich für die schnelle und erfolgreiche Integration in Beruf und Ausbildung der Zielgruppe engagieren, themenrelevante benachbarte Projekte in NRW, weitere Akteure aus der Praxis, Wissenschaft, Politik und dem Bildungssystem und bereits erste Unternehmen, die Geflüchtete beschäftigen oder ein Vorhaben äußern.

Erste Impressionen aus den Expertengesprächen:

1. Die Pflege bzw. Altenpflege hat bereits viel Erfahrung im Feld der Arbeitsplatz- und Ausbildungsintegration von Menschen mit einem Migrationshintergrund und ist demnach auch gegenüber der Integration von Geflüchteten offen gestimmt. Dennoch zeichnet sich aus den ersten Gesprächen heraus, dass die Zielgruppe aufgrund kultureller und religiöser Vorbehalte, der Integration in die Berufe der Pflege/Altenpflege gegenüber verhalten reagiert.

2. Die IT-Wirtschaft zeigt eine offene und internationale Arbeitskultur und ist deshalb auch für die Integration von Geflüchteten in den Wirtschaftszweig positiv gestimmt. Hier jedoch stößt die Zielgruppe oftmals auf fachliche Herausforderungen, die seitens der IT-Wirtschaft an die potenziellen Mitarbeiter gestellt werden. Aufgrund des Kriegszustandes im Heimatland, sind viele IT-Spezialisten nicht mehr auf dem neuesten Entwicklungsstand und müssen erst einmal weiterqualifiziert werden.

3. Das (Bau-)Handwerk ist auf die Integration von Geflüchteten eingestellt und spricht von positiven Perspektiven, dennoch sind hier bei der Arbeitsplatzintegration eher kulturelle als fachliche Herausforderungen zu verzeichnen. Daneben zeigt die Zielgruppe Bedenken handwerklichen Ausbildungen und Berufen gegenüber, die in ihren Heimatländern wenig bekannt sind und oftmals auch wenig wertgeschätzt werden.

 
Weitere Ergebnisse aus den Expertengesprächen folgen im Zwischenbericht (im Erscheinen, Sommer 2017).

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